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Die gotischen Kathedralen in England
Dirk Tenhündfeld, Matr.-Nr.: 122925, Baugeschichte, BG I + II
SS 1996 + WS 1996/1997, Prof. Vogeno + Prof. Meik
 
Canterbury
 
Seit 597 ist Canterbury Sitz eines Bischofssitz. Seither ist somit Canterbury Sitz des Erzbischof / Primas von England. Nach der Ermordung von Thomas Becket im Jahre 1170 wurde die Kathedrale zum berühmtesten Wallfahrtsort des Landes. Die heutige Kirche wurde nach dem Brand der romano-britischen Kirche errichtet und besteht aus einem komplizierten und weitläufigen Raumprogramm mit romanischen, frühgotischen und spätgotischen Elementen (17). Der französische Einfluß ist unbestreitbar (25). Man erkennt ihn an dem sechsteiligem Kreuzrippengewölbe an den Öffnungen der Empore (24), an den Stützen, an den Zwillingssäulen im Presbyterium, wie sie auch das Langhaus der Kathedrale von Sens hat. Als unverzichtbares Kennzeichen der englischen Tradition wurde der Laufgang vor den Hochfenstern beibehalten. Die Strebemauern, die durch den Dachraum der Seitenschiffe hochgeführt sind, die originellen Strebebögen über den Dachflächen, fangen die Druck -und Schubkräfte auf. Der Innenraum entspricht in Proportionen und Gliederung mit seinen sehr hohen Erdgeschoßarkaden (23 und hell beleuchteten Seitenschiffen ganz den Voraussetzungen der Frühgotik. Ein erster, ans jetzige Westquerhaus anschließender Chor mit drei Apsiden ersetzt durch einen weit nach Osten vorgeschobenen Chor mit zweitem, östlichem Querhaus mit zwei kleinen Ostapsiden an jedem Flügel, mit Chorumgang, zwei tangential angeschlossenen Kapellen und Ostkapelle, alles erbaut von 1093-1130. 1174 brannte es in der romanischen Kathedrale. Der Neubau wurde durch den Baumeister Wilhelm von Sens mit Steinen aus der Normandie in Angriff genommen. Bis zum Jahre 1184 wurde an der Kathedrale weitergebaut. Dabei blieb nur der Chorabschluß der romanischen Umfassungsmauern erhalten. Gleichzeitig wird der Chor als erstes Auftreten rein frühgotischer Formen in England. In den Hohlkehlen aller Bogenprofile, Gesimse, Rippen, flimmernde Brillanten, in England "Hundszahn" genannt (dog-tooth). Im Ostquerhaus sieht man dabei zwei triforienartige Blendreihen, wobei romanische Rundbögen mit gotischen Spitzbögen kombiniert wurden. Das Langhaus und das westliche Querhaus werden in der Zeit von 1378-1411 im Perpendicular Style an der Stelle des romanischenVorgängerbaus errichtet. Das Langhaus ist dabei eines der edelsten, einheitlichsten und ruhevollsten Räume der englischen Spätgotik. Während man im Langhaus ein vergleichsweise ruhig wirkendes Netzgewölbe (25) vorfindet, sind im östlichen Teil der Kathedrale sechsteilige noch romanische Kreuzrippen zu finden. Die Stirnwand der Chorschranke (23) wurde um 1400 eingefügt, anschließend wird der Vierungsturm (22) von 1495-1503 mit kunstvollem Fächergewölbe errichtet. Die Gewölbe entstanden aus der Vermehrung der Diagonalrippen. Diese Architektur bleibt ein englisches Stilmittel, und findet nichts vergleichbares auf dem Kontinent. Die Glasfenster wurden im 13. Jhd. eingesetzt, sind die schönsten in ganz England. Der Chor wird nach Osten willkürlich verengt und durch eine Krypta gehoben. Im 15. Jhd. wurden die Stützbogen in der Vierung eingebaut.
 
Bemerkung:
Zur Wahrung des geistigen Eigentums (©-Recht) werde ich nur diesen Teil meiner Baugeschichtsausarbeitung veröffentlichen. Für Interessierte kann ich per E-Mail gerne weitere Informationen über meine Englandreise und über die gotischen Kathedralen in England zusenden.